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Holunder


Wirkstoffe:
In den Beeren:
Vit C
Fluor
Kalium
Karotinoide
Niazin

In den Blüten:
Flavonoide
Glykoside

Wirkung:
Beeren:
Erkältungen
Gicht
grippale Infekte
Harnsteine
Konzentrationsschwäche
Lernschwäche
Neuralgien
Wassersucht

Blüten:
Erkältungen
grippale Infekte
Hautunreinheiten
Husten

Anwendung:
Tee aus Blüten:
2 gehäufte TL getrocknete Blüten mit 1/4 l kochendem Wasser aufgießen, 5 Min. ziehen lassen und danach abseihen. Mehrmals täglich 1 - 2 Tassen frisch zubereiteten Tee so heiß wie möglich trinken. Ist auch als Kompresse bei müden Augen geeignet.

Tee aus Beeren:
10 g getrocknete Beeren mit heißem Wasser ansetzen und ein paar Minuten ziehen lassen. Dann kurz aufkochen und nach 5 - 10 Min. abseihen.

Badezusatz:
Eine Handvoll frischer Blüten in wenig Wasser ca. 30 Min. abkochen lassen und den Sud dem Badewasser beigeben. 10 Min. lang darin baden.

Saft/Sirup:
2 kg reife Beeren entsaften und mit 500 g Zucker 5 Min. lang kochen lassen. Abschäumen und noch heiß in Flaschen abfüllen und sofort verschließen. Wirkt vorbeugend bei Erkältungskrankheiten. Den Saft am besten heiß trinken. Den Sirup mit Wasser verdünnen.

Inhalation:
15 g Blüten mit 1 l heißem Wasser übergießen, 10 Min. lang ziehen lassen und anschl. den Dampf inhalieren.

Interessantes:
Der Holunder war der germanischen Göttin Holle geweiht.

Im Volksglauben brachte es Unglück, einen Holunderstrauch zu fällen, denn seit Jahrhunderten wurde jeder Teil der Pflanze genutzt: Blätter, Blüten, Früchte, Rinde und Wurzeln.

Sammelzeit:
Die Blüten gleich zu Beginn der Blütezeit.
Die Beeren werden erst geerntet, wenn sie tiefschwarz sind.

TIP:
Keine alten Blätter-, Rinden- und Wurzelrezepte anwenden. Heute weiß man, daß alle diese Pflanzenteile aufgrund ihres Blausäuregehaltes Vergiftungen hervorrufen können.

Auch der Verzehr von rohen Beeren sollte besser unterbleiben: es kann zu nicht unerheblichen Magenproblemen kommen.